Don-Bosco-Fest 2016 In Erinnerung an den Ehrenhäuptling der Bororo-Indianer

DonBosco Fest 2016 GD Wirken des Salesianers Rudolf Lunkenbein steht in Buxheim im Fokus

Das Marianum und die Salesianer Don Boscos haben wieder gemeinsam das Don-Bosco-Fest gefeiert. Los ging es mit einem Gottesdienst in der Buxheimer Pfarrkirche. Ein Zitat des heiligen Johannes Bosco führte wegweisend durch den gesamten Gottesdienst: „Mit den Füßen auf der Erde und dem Herzen im Himmel.“ So, wie dies Don Bosco seinerzeit für sich in Anspruch genommen hatte, lebte und handelte auch der Salesianer-Missionar Rudolf Lunkenbein, dem das Fest gewidmet war. Sein Mitschüler in Buxheim in den 1950er Jahren, Pater Franz Unfried, übernahm die Festpredigt und erinnerte an „andere Zeiten“ im Buxheimer Internat. So wie der heilige Don Bosco wollte „Lunki“, wie Lunkenbein als Schüler genannt wurde, unbedingt Priester werden. Aber eben keiner der geistlichen Herren, sondern Sozialarbeiter, Streetworker und Missionar aus der Liebe zu den Menschen heraus.

 

Lunkenbein wurde auch Ehrenhäuptling der Bororo-Indianer. Er trat für deren Rechte dermaßen erfolgreich ein, dass die weißen Rancheros, deren Landraub an den brasilianischen Ureinwohnern auch gebrandmarkt wurde, ihn im Juli 1976 auf der Missionsstation Meruri ermorden ließen.
Die noch junge Pflanze der lateinamerikanischen Theologie der Befreiung verlor so einen engagierten Protagonisten, wie Unfried betonte. Dem Meruri-Projekt sollte auch die Kollekte des Don-Bosco-Festgottesdienstes zugutekommen.

Teamplayer im Klassenzimmer 2i

Den Gabengang zum Altar gestalteten Schüler der Klassen 6b und 6c mit Gaben, die dem Wirken Lunkenbeins gewidmet waren: darunter ein Generator – Sinnbild für das von Pater Rudolfo gebaute Kraftwerk – und ein Fisch als wichtigste Nahrungsquelle der Indianer in Brasilien.

 

„Sein Tod war nicht umsonst“

Am Nachmittag wurde das Stück „Sein Tod war nicht umsonst“ über Lunkenbein von der Theatergruppe des Marianums (Leitung Andreas Rakos) aufgeführt. Professor Johannes Hoyer an der Orgel und die Musiklehrer Dieter Eggensberger und Angela Gabler gestalteten mit Schülergruppen (Chor) den musikalischen Part. In den Schulräumen gab es die Ausstellung "Gemeinsam - Inklusion" mit Werken der Bewohner von Regens-Wagner in Lautrach zu sehen. Die Seminar-Präsentationen griffen die Themen  "Jugendliche und ihreErfahungen auf dem Jakobsweg" oder "Neugestakung des Kraftraums" auf. Im Haus Hildegard boten die "unbegleitetend jugendlichen Flüchtlinge" exotische Nachspeisen und im Cafe Don Bosco  die DPSG Gruppe Kaffee und Kuchen zur Stärkung an.