Zfu - Zeit für uns

Im Schulalltag bleibt für eine Klasse kaum Zeit, sich um wichtige Dinge zu kümmern, die nicht im Lehrplan stehen. Es gibt Ereignisse von Weltbedeutung, da gibt es Ärger innerhalb einer Klasse oder es muss ein Lehrer-Schüler-Problem angegangen werden - keine Zeit, der Lehrplan geht vor. Oder kein Mut, einen Konflikt zu bearbeiten, man hat nicht gelernt, damit umzugehen.

Jede Klasse soll in Zukunft zwei Zfu-Stunden pro Halbjahr in Eigenregie , aber in Anwesenheit eines Lehrers abhalten. Ein Gremium legt vorher das Thema fest und gestaltet das Gespräch möglichst eigenständig. Der Klassenlehrer unterstützt bei der Terminfindung, "opfert" eine Stunde oder bittet eine Kollegin oder einen Kollegen, sich zur Verfügung zu stellen. Der Lehrer greift erst in das Gespräch ein, falls es völlig aus dem Ruder läuft oder in totale Unsachlichkeit ausufert.

Die Schüler sollen Raum bekommen, um so etwas wie Gesprächs- und Streitkultur zu entwickeln.

Ob dies in wenigen Zfu-Stunden erreichbar ist, kann man durchaus bezweifeln. Es gibt Modelle, die sehr viel mehr Raum beanspruchen.

Wenn jedoch die Schülerinnen und Schüler ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass man durchaus kontrovers diskutieren kann, wenn man einige Grundregeln einhält und dabei die gegenseitige Achtung nicht verlieren muss, ist schon viel gewonnen.

Wo sollen sie es auch sonst lernen? In Fernsehtalks?

Vielleicht zu Hause, aber so sicher ist das nicht, auch die Erwachsenenwelt hat viel Nachholbedarf in Sachen Streitkultur.


Nachfolgend ein Beispiel für eine gelungende Zfu-Stunde:

Internet Zfu-Stunde 8B


MusterZfu Stunde